Team der Arbeitsgruppe
Diese Seite beschreibt das Team der AG Angewandte Mathematische Physiologie.
Principal Investigator:
Prof. Dr. med. Sven Zenker
Principal Investigator | Applied Mathematical Physiology (AMP) & Applied Medical Informatics (AMI)
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn · Universitätsklinikum Bonn (UKB), Deutschland
Forschungsschwerpunkte:
Vertrauenswürdige klinische Entscheidungsunterstützung, mathematische Physiologie, digitale Gesundheitsinfrastrukturen und datengetriebene Präzisionsmedizin.
Kontakt: zenker@uni-bonn.de
Institution: Universitätsklinikum Bonn, Venusberg-Campus 1, 53127 Bonn, Deutschland
Profil:
Prof. Dr. med. Sven Zenker ist Arzt und Wissenschaftler sowie Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Seine Forschung verbindet Intensivmedizin, mathematische Modellierung, Medizinische Informatik und digitale Gesundheitstechnologien. Er leitet die Forschungsgruppe Applied Mathematical Physiology (AMP) an der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin sowie die Forschungsgruppe Applied Medical Informatics (AMI) am Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie. Darüber hinaus ist er Ärztlicher Leiter der Stabsstelle für Medizinisch-Wissenschaftliche Technologieentwicklung und -koordination (MWTek) am Universitätsklinikum Bonn.
Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Nutzung komplexer klinischer Daten zur Gewinnung zuverlässiger, patientenindividueller Erkenntnisse für die klinische Entscheidungsunterstützung. Zentrale Arbeitsgebiete umfassen die mechanistische und probabilistische Modellierung der kardiovaskulären Physiologie, die Schätzung physiologischer Parameter und Systemzustände, die Quantifizierung von Unsicherheiten sowie die Entwicklung vertrauenswürdiger, klinisch einsetzbarer digitaler Patientenmodelle.
Ergänzend zu diesen methodischen Arbeiten engagiert er sich für die Entwicklung interoperabler, datenschutzwahrender Forschungsinfrastrukturen, die verantwortungsvolle Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten sowie die Überführung algorithmischer Verfahren in die klinische Versorgungspraxis.
Er leitet große interdisziplinäre Verbundvorhaben, darunter ACRIBiS zur Verbesserung der kardiovaskulären Risikobewertung, und verantwortet den Bonner Beitrag zum IPI-Projekt zur Entwicklung individualisierter Patientenmodelle in der Intensivmedizin. Seine Arbeit verbindet quantitative biomedizinische Forschung, klinische Expertise und regulatorisch fundierte Technologieentwicklung mit dem Ziel, eine sichere, skalierbare und personalisierte Gesundheitsversorgung voranzubringen.
Forschungsinteressen:
- Mathematische und computergestützte Physiologie
- Klinische Entscheidungsunterstützung und unsicherheitsbewusste Entscheidungsverfahren
- Digitale Patientenzwillinge und personalisierte Intensivmedizin
- Kardiovaskuläre Risikomodellierung und Biosignalanalyse
- Medizinische Informatik und interoperable Forschungsinfrastrukturen
- Governance von Gesundheitsdaten, Datenschutz und regulatorisch konforme klinische Innovationen